Kein Patent auf Pflanzen und Tiere!


Die Petition "Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!" informiert:

Saatgutkonzerne lassen jetzt herkömmliches Obst und Gemüse patentieren, da ihnen Patente auf gentechnisch manipulierte Pflanzen nicht mehr ausreichen. Patente sind dazu da, um Erfindungen zu schützen, doch die Natur ist keine „Erfindung“.

Die Petition fordert von den zuständigen Ministern: Pflanzen und Tiere dürfen nicht patentiert werden!

Darum wichtig! Bitte hier unterschreiben (kann aus allen Ländern genutzt werden, nicht nur AT):

https://www.keinpatentaufleben.at

Ein Patent ist ein exklusives Recht an einer Erfindung, das 20 Jahre gültig ist. Es ermöglicht den Erfindern, ihre Erfindung als Einzige zu nutzen, d.h. Dritte von der Nutzung auszuschließen.

Patente schützen das geistige Eigentum an Produkten und Verfahren. Diese sind patentierbar, wenn sie folgende Kriterien erfüllen: Neuheit, erfinderische Tätigkeit und gewerbliche Anwendbarkeit.

Pflanzen und Tiere sind demnach also grundsätzlich nicht patentierbar. Denn was man in der Natur vorfindet, ist keine Erfindung, sondern eine Entdeckung. Nur gentechnische Verfahren sind patentierbar, sofern die gentechnische Manipulation einen erfinderischen Charakter hat.

Trotzdem erteilt das Europäische Patentamt zunehmend Patente auf ganz gewöhnliche Pflanzen und Tiere: Rund 180 Patente, die die klassische Züchtung von Pflanzen betreffen, sind bereits erteilt. Rund 1200 weitere sind eingereicht.

In der Praxis können Patente alle Arten von Pflanzen betreffen: Gemüse wie Tomaten, Brokkoli, Paprika und Salat genauso wie Soja, Mais und Weizen.

Die Patente erstrecken sich zudem auf die Ernte, die Früchte und wirken oft bis in die verarbeiteten Lebensmittel – nämlich dann, wenn der Patentanspruch auch die Verwendung der Ernte umfasst.

Sogar Tiere wie etwa Schweine und Kühe können von Patenten betroffen sein.

Patente auf Pflanzen und Tiere bewirken, dass:

- Konzerne durch die Aneignung der Natur Märkte steuern und ganze Wertschöpfungsketten kontrollieren können, vom Samenkorn bis zum Teller. Jetzt schon kontrollieren nur zehn große Konzerne 75 Prozent des internationalen Saatgutmarktes,

- KonsumentInnen in ihrer Wahlfreiheit bei Lebensmitteln massiv beschnitten werden und Konzerne die Preise diktieren können,

- LandwirtInnen in Europa zu Lizenzgebühren für Saatgut-nachbau gezwungen und so in weitere Abhängigkeit gedrängt werden und die Ernährungssicherung von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in den Entwicklungsländern dramatisch gefährdet wird, da diese plötzlich Lizenzen an die Eigentümer von Patenten, meist internationale Konzerne, zahlen müssen, obwohl das Saatgut bisher frei verfügbar und zugänglich war,

- die mittelständische Saatgutwirtschaft, wie wir sie in Österreich finden, durch eine Vervielfachung der Züchtungskosten vom Markt gedrängt wird und die jetzt schon bedenkliche Konzentration auf dem Saatgutmarkt weiter zunimmt,

- indigene Gemeinschaften im Gebrauch ihrer traditionell genutzten Pflanzen wesentlich eingeschränkt werden. Denn nach der gegenwärtigen Rechtslage können auch alte Kulturpflanzen, die bereits seit Jahrhunderten angebaut wurden und über die lokal ein reiches Wissen besteht, patentiert werden,

- die biologische Vielfalt auf dem Acker weiter reduziert wird und die Züchtung in Hinblick auf den Klimawandel behindert wird.

Zum Thema und was die Folgen von Patentierung von Pflanzen sind, seht euch das höchst interessante und aufschlussreiche Interview mit der indischen Wissenschaftlerin und sozialen Aktivistin, Frau Dr. Vananda Shiva, das der bekannte Dr. Wolf-Dieter Storl führt, an (deutsche Untertitel):

Für ihr Engagement in den Bereichen Umweltschutz, biologische Vielfalt, Frauenrechte und Nachhaltigkeit wurde Frau Dr. Vananda Shiva mehrfach ausgezeichnet.

ÜBRIGENS:

Wenn ihr unterzeichnet bei https://www.keinpatentaufleben.at kommt eine Meldung, dass man ein Bestätigungsmail an die angegebene E-Mail Adresse geschickt bekommt - und - das finde ich schon ungeheuerlich!!, dass dieses Bestätigungsmail manchmal nicht ankommt weil es beim Mailanbieter auf einer SCHWARZEN LISTE steht !!! - so weit reicht der Arm dieser machtsüchtigen Konzerne schon, dass unbeliebte Gegener im Internetverkehr auf schwarze Listen gesetzt werden können - ein Grund, den Anbieter zu wechseln!

Text teilweise aus www.keinpatentaufleben.at

Fotos: Susanne auf dem Biohof Wegwarte in Koblach

Video: YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=RmmM1VPya4M, Ausschnitt aus dem sehr emfpehlenswerten Dokumentarfilm von Johanna Michna: "Rückkehr an den Ganges" über Wolf-Dieter Storl und Sandesh Singh

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