Frühlingskräuter entdecken mit den Wilden Weibern

Letzten Sonntag sind wir losgezogen, 16 kräuterinteressierte "Weiber" mit Katharina Waibel, dem "Wilden Weib" aus Hohenems. Sie hat uns auf den Schlossberg in Hohenems AT geführt und uns hier mit dem überreichen Schatz an gesunden - und teils auch giftigen - Kräutern und Pflanzen bekannt gemacht hat.

Fürchtet Euch nicht! Ein grosses Thema immer und überall!

Katharina krault den kleinen Drachen hinterm Ohr :-)

Die kleine Schnecke fühlt sich wohl im nassen Element

Der Wald dampft - Frau Holle kocht wohl ihre grüne Suppe?

Schneetreiben im Wald

Perlen

Regenfest ausgerüstet, denn das Aprilwetter wurde seinem Ruf gerecht - Frau Holle hat wohl gerade Putz- und Kochtag! von Regen über Schneeschauer bis Sonnenfenster - alles war dabei, machten wir uns also auf, unser Mittagessen zu sammeln - so wie es unsere Vorfahrinnen über Jahrmillionen taten, naja vielleicht etwas komfortabler als damals?

Knoblauchrauke - sehr schmackhaft!

Giersch - ein feines Kraut

Brennessel - geballte Gesundheit

Bärlauchknospen - eine Delikatesse

Herzförmige junge Lindenblätter schmecken ganz butterig

und natürlich Bärlauch überall

Stofftaschen und Stoffbeutel eignen sich besonders für das Sammeln und es wurden schnell Sammelbeutel definiert für - Bärlauchblätter, der ganze Hang am Schlossberg ist überzogen von Bärlauch! - für Brennessel, Spitzwegerich, Giersch (ein überaus schmackhaftes Kraut), Löwenzahn, Knoblauchrauke, frische Buchen- und Lindenblättchen und für noch geschlossene Bärlauchknospen und Löwenzahnknospen. Auch Blüten wurde gesammelt - Bärlauchblüten, Löwenzahnblüten, Veilchen, Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut (oder Wiesen-Kresse), Himmelsschlüsselchen.

Veilchen

Löwenzahnknospe

ein besonders "zackiger" Löwenzahn

Goldnessel

Gundermann

Das helle Frühlingsgrün, das sich von den frisch "geschlüpften" Buchenblättchen als neuen Baldachin für das Jahr über uns ausbreitet empfinde ich immer als besonders reinigend und heilsam.

Buchen

Ich, als "Hoffotografin" immer ein bisschen im Schlepptau - denn wenn die Kamera dabei ist sehe ich diese kleine Pflanzenelfe und jenes Pilzzwergli und alle rufen und wollen aufs Bild.

Sauerkleeblüte

eine kleine Pilzgesellschaft

Bachnelkenwurz (nicht zum essen, einfach nur schön)

Besonders gerne gehe ich mit bei Pflanzenwanderungen, denn hier wird durch das Interesse, die Bewunderung und die Auseinandersetzung der Menschen mit den Pflanzen ein ganz besonderer Raum aufgespannt wo sich die guten Pflanzengeister wohlfühlen und, wie ich finde, mir immer ganz besondere Bilder gelingen.

rote Taubnessel

Waldmeister

Pimpernussblüte - eine ganz spezielle Pflanze - ist mit Pistazien verwandt und bildet kleine, essbare Nüsschen im Herbst. Die wunderschöne, exotisch anmutende Blüte riecht nach Vanille - und ja, die Pimpernuss hilft gut "pimpern" - wir sind ja schliesslich bei den Frühlingspflanzen, Fruchtbarkeit ist angesagt! :-)

junger Hirschfarn (nicht essbar)

Aronstab, auch er hat eine eindeutige Signatur! (nicht essbar)

Aronstab (nicht essbar)

Aronstab (nicht essbar)

Nach der ausgedehnten Sammeltour gehts dann in die Schulküche und dort werden die grünen Schätze verarbeitet zu einer GrüneNeuneSuppe, Pesto, Kräuterquark, und ganz speziell fein - die Knospen von Löwenzahn und Bärlauch in Olivenöl angebraten und gesalzen, eine Delikatesse! (siehe Bild unten auf Feta-Käse, garniert mit Bärlauchblüten) - versucht es mal, es braucht auch nicht kiloweise - eine Handvoll reicht, und sammelt die Pflanzen ein bisschen abseits, am Waldrand, an Orten die nicht überdüngt sind.

Nur Pflanzen essen, die ihr sicher kennt oder bestimmen könnt!

Zum Nachtisch einen süssen Blütenbutter (Butter weich rühren, mit Honig süssen und die Blüten darunter rühren, fertig!) auf Zopf und wir schlemmen uns den Schlossberg rauf und runter!

Wer kennt ein besonders feines Wildkräuterrezept und möchte es teilen? Ich freue mich über gute Ideen!

Natürlich hören wir auch viel Lehrreiches über den Jahreskreis, wann welche Kräuter wie wirken und wie sie am besten zu sammeln und verarbeiten sind und auch was uns die Pflanzen sagen möchten. Damit kann man sich besonders schön mit Katharinas Kartensets mit Buch: WildesWeiberWissen und WildeWeiberWünsche beschäftigen.

Vielen Dank Katharina für den schönen und lehrreichen Tag! :-)

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