Den Sommer einfangen

Im Sommerkurs der Wilden Weiber mit Katharina Waibel haben wir am letzten Sonntag das reiche Angebot der Natur genutzt und aus den vielen wohlriechenden Blüten und Kräutern, die sich uns im Juni entgegenstrecken Salben, Tinkturen und Öle hergestellt.

Die Fülle und Reichtum der Natur ist jetzt auf dem Höhepunkt, so können wir die Heilkraft des Sommers einfangen und uns und unseren Lieben damit in der nasskalten Jahreszeit Gutes tun.

vorne: wilde Malve, Stockrose, Rose, Mitte: Frauenmantel, Nachtkerzenblüten Zitronenmelisse, hinten: Johanniskraut im Glas, Rosen

In der Sommerzeit geht es um die Fähigkeit zu lieben, um Liebe, um Nestbau, um Herzöffnen, Kinder aufziehen, Häuser bauen, Beziehungen, das Du - und die Natur unterstützt uns darin grosszügig mit den ihren wunderbaren Pflanzenkräften.

Berufskraut (in der Mitte), Labkraut (gelb, ganz links), Holunderblüten (vorne rechts)

Im Frühjahr ging es um Reinigung und Stärkung - jetzt geht es um Herz öffnen, Herz stärken, Emotionskraft und auch Erholung (Sommerferien!) - Im Jahreskreis stehen sich Sommer und Winter als Ruhephasen gegenüber - im Gegensatz zu Frühjahr und Herbst mit ihren dynamischen Qualitäten.

Die Sommerqualität ist Erholung in der Begegnung, Feste im Freien mit Freunden, Urlaub und Ausflüge mit der Familie, Sommer des Lebens ist Hoch-zeit der Kraft.

Katharina Waibel schreibt in ihrem wunderbaren Buch mit Kartenset, "wildeweiberwünsche" zum Sommer:

Der Sommer (die Lebensmitte) unterstützt dich, die Visionen in deinem Leben umzusetzen, die Fülle in und um dich zu feiern.

Das Sommerparadies entsteht, wenn selbstbestimmte, in praller Sinnlichkeit stehende Frauen auf mutige, starke Männer treffen.

Seinen Platz zu finden und einzunehmen und auch zu verteidigen gehört zum Erwachsensein, zum Sommer des Lebens.

Nimm deinen Platz ein! Eine Zeit der Begegnungen wartet auf dich. Um dich und andere heilen zu können, musst du heil werden, durch echte Begegnung, durch aufrichtige, mutige Beziehung und wahre, tiefe Berührung.

Duftrose, Mutterkraut und Salbei

Im Sommer werden die Pflanzen zubereitet zu Tee, Salben, Tinkturen usw., wir machen etwas aus den Pflanzen um jemand anderem und uns selber etwas Gutes zu tun, zum salben und ölen und pflegen.

Wir bereiten zwei verschiedene einfache Salben zu, eine auf Kokosölbasis, die unter 24 Grad von alleine fest wird und eine auf Öl-Bienenwachsbasis aus den vielen wohlriechenden und farbenprächtigen Blüten.

Die Heilkräfte der Pflanze, die ätherischen Öle der Pflanzen, sind in Alkohol oder Öl löslich. Manche Pflanzen eignen sich besser in Alkohol gelöst als Tinktur oder Tropfen zu verwenden als in Öl oder Salben.

Tinkturen und Öle können jetzt angesetzt werden und dann bis zum Septembervollmond (Erntevollmond) reifen lassen, eine Mondphase mindestens - ab und zu schütteln, eine Beziehung zu den Heilmitteln aufbauen, sich liebevoll darum kümmern, dann absieben und abfüllen.

Geben wir unsere Liebesenergie mit hinein, ist die Wirkung um so kraftvoller.

Johanniskrautöl, Johanniskrautöl mit Rosen, Schafgarbentinktur

Schafgarbentinktur

Schafgarben-Blüten in ein Glas füllen und mit Schnaps auffüllen, die Pflanzen sollen bedeckt sein - Schnaps z.B. Obstler, es kann auch nur 40%iger sein - wenn stärker-prozentig kann verdünnt werden mit Wasser.

Alkohol nicht an die Sonne stellen. Ab und zu schütteln - am Septembervollmond abgiessen, dann in ein Sprühfläschchen füllen halb-halb mit Wasser verdünnen - das ist ein starker Schutzspray, der die Atmosphäre klärt und die Aura schützt.

Ein guter Schutz für Schwangere, Ungeborene, Neugeborene, Kinder und alle die Schutz bedürfen. Sehr wirksam auch im Büro gegen unerwünschte "Kräfte" ;-)!

Schafgarbe ist stark krampflösend, als Tee mit Rosenblüten ein Frauentee bei Regelkrämpfen, auch bei Bauchkrämpfen von Magen-Darm wirkt blutbildend und ist bei Leber- Nieren und Blasenleiden hilfreich.

Storchenschnabeltinktur

Ansetzen wie Schafgarbentinktur, 1:1 verdünnt mit Wasser Tropfenweise einnehmen, gleicht den Hormonhaushalt aus, bei unerfülltem Kinderwunsch.

Johanniskrautöl

die oberen Teile des Johanniskrauts mit Blättchen, Blüten und Knospen in ein Glas und mit Öl auffüllen (Sonnenblumenöl oder auch Olivenöl (weniger haltbar) und an die Sonne stellen bis zum Septembervollmond - ab und zu schütteln

Mädesüss

riecht süss nach Honig, wirkt muskelentspannend - nach einer Wanderung kann man die Wiesenkönigin mitnehmen, daheim die Badewanne bodendeckend füllen mit dem Kraut, heisses Wasser dazu und wenn angenehme Wärme erreicht ist ein Wiesenköniginenbad nehmen gegen Muskelkater.

Auch fein als Bowle - einen halben Tag in Weisswein oder Rosé ziehen lassen.

Die Wurzeln tief im Seelenwasser, den Kopf flockig leicht in der Sonne, so steht sie da, die Wiesenkönigin und duftet wunderbar. (schreibt Katharina)

Tee sammeln

an einem sehr trockenen Tag - um die Mittagszeit - in Kistchen auf ein Tuch auslegen und immer wieder mischen bis es so trocken ist, dass es raschelt. Dann in Papier- oder Stoffsäckchen oder Dosen verpacken.

Salben herstellen

zuerst alle Geräte, Pfanne, Rührkelle, Sieb usw. desinfizieren (mit Schnaps reinigen) - dann Kokosöl oder Bio-Sonnenblumenöl in eine saubere Pfanne, schmelzen und nach Wunsch und Angebot Blüten und Kräuter dazugeben, bei uns wurden sehr kreativ aus dem grossen Fundus folgende Pflanzen verwendet:

Rosenblüten

Lavendel

Ringelblumen

Gänseblümchen

Nachtkerzenblüten

Königskerze

Ysop

Frauenmantel

Salbeiblüten

Holunderblüten

Labkraut

Berufskraut

Mutterkraut

Lindenblüten

Kamillenblüten

Johanniskraut

Mädesüss

Es kann auch eine Salbe mit nur einer Pflanzenart hergestellt werden - z.B. nur Ringelblume als Heilsalbe bei Hautverletzungen oder nur mit Thymian gegen Husten. Wir können uns von unserer Intuition leiten lassen und unsere ganz eigene Mischung kreiren.

Die Pflanzen müssen bedeckt sein vom Öl - diese dann auf tiefer Temperatur ziehen lassen (Achtung: sollen nicht "frittiert" werden! ;-)) - rühren, unsere Liebe und Fürsorge hineinrühren, und bei der Sache sein - dazu singen und beten ist sehr heilsam - so lange, bis die Pflanzen "müde" aussehen. Dann die Platte ausstellen und die Pflanzen ein paar Stunden oder über Nacht zugedeckt ziehen lassen - ein Küchenpapier zwischen Deckel und Pfanne, damit kein Kondenswasser in das Öl tropft. Dann abgiessen durch eine Mullkompresse (ca 10x10 cm) oder durch ein Sieb, am besten in ein Litermässchen.

Die Salbe mit Kokosöl kann nun in die mit Alkohol gereinigten Döschen gefüllt werden. Ein Etikett drauf mit Inhaltsangabe und Datum - und schon ist unsere halbe Hausapotheke fertig! :-)

Ein Tipp: zum steril reinigen kann man Schnaps in eine Sprühflasche geben und die Dosen mit Deckel, Pfannen und Geräte besprühen - statt ausreiben mit Alkohol.

Die Öl-Bienenwachssalbe muss noch mit dem Bienenwachs eingedickt werden - also nochmals zurück in die Pfanne und auf ganz kleiner Temperatur Bienenwachs hineinschmelzen - wie beim Konfikochen kann eine "Gelierprobe" gemacht werden ob die Salbe schon genug dick ist, wenn nicht, noch mehr Wachs dazugeben.

Wenn genug Bienenwachs zugegeben worden ist, kann auch abgefüllt werden wie oben.

Bienenwachs kann bei Imkern gekauft werden, am besten von Bio-Imkern, die keine Medikamente und Gifte verwenden.

Bienenwachswickel können gleich auch mit vorbereitet werden - sie sind bei hartnäckigem Husten und Entzündung der Bronchien sehr wohltuend und hilfreich:

Ein sauberes Stück altes Lein- oder Baumwolltuch, ca 20x10cm, oder kleiner für Kinder, in flüssigem Bienenwachs tauchen und erkalten lassen - dieses Tuch kann bei Bedarf auf ein weiches, flaches, kleines Kissen, vielleicht mit unbehandelter Wolle gefüllt oder ein Kirschkernkissen, oder einfach ein zusammengefaltetes weiches Tuch gelegt werden und mit dem Föhn leicht erwärmt werden. So wird das Tuch flexibel, soll aber nicht zu heiss sein, bzw. flüssig werden. Dann warm auf die Brust legen und mit einem engen Leibchen oder Tuch fixieren.

Dieser Wickel kann mehrmals verwendet werden, aber am besten für jede Person einen eigenen Wickel herstellen. Der feine Bienenwachsgeruch, die Wärme und die Wirkstoffe beruhigen und heilen und sind auch für kleine Kinder eine sehr schonende Therapie (Achtung, nicht zu heiss auflegen, die Temperatur sehr vorsichtig prüfen!)

Hier könnte man eventuell etwas Thymian im Wachs mitschmelzen um die Wirkung zu potenzieren - eine Idee, die ich sicher ausprobieren werde - das würde ich aber nicht bei ganz kleinen Kindern anwenden.

Die Salben, Tinkturen und Öle dunkel und kühl aufbewahren, sie halten sich mindestens 1 Jahr - und eignen sich auch sehr gut als liebe Weihnachtsgeschenke - um im Winter Sommerkraft zu tanken.

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