Hollerzeit


Jetzt blüht er wieder, der Holunder - über und über mit dem weissen Schleier bekleidet präsentiert sich die Holle im Wonnemonat als jungfräuliche Göttin. Ich liebe sie in all ihren Erscheinungsformen, die weisse, die rote und die schwarze Erdgöttin.

Reich beschenkt mit den wunderbar duftenden Blüten kann ich nun meinen feinen FrauHolle Sirup machen, ein paar Blüten werden getrocknet für Tee, der uns im Winter an die feurigen Frühlingskräfte erinnerunt und uns hilft Er-Kältung-en zu überwinden.

Der Holder-Sirup - relativ dünn angemacht ist ein erfrischendes und beliebtes Getränk, nicht nur im Sommer sondern auch wenn wir mit Fieber im Bett liegen und genug vom ewigen Tee haben.

Rezept für Frau Holle Sirup

(ich nehm die Menge jeweils x5 in meinem grossen Sirupkübel, das gibt ca 7-8 Liter Sirup)

1l Wasser abgekocht

1 kg Zucker

20 g Zitronensäure

zusammenschütten und auflösen

wenn die Mischung abgekühlt ist kommen ca 5-6 grosse, saubere Blütendolden rein

und ich mische auch noch ein paar Scheiben einer Bio-Zitrone darunter.

Das Ganze 3-4 Tage stehen lassen und 1-2 Mal pro Tag umrühren.

Dann abseihen, erhitzen (nicht kochen, das verändert den Geschmack!) und in saubere Flaschen abfüllen.

Ich sterilisiere die Flaschen im Backofen: heiss ausspülen und im Backofen auf 120 Grad ca 1 Stunde erhitzen - Achtung, die Kunststoffdeckel und Gummidichtungen entfernen, diese schmelzen im Ofen - die kann man in Essigwasser kurz auskochen.

So abgefüllt sollte der Sirup 1 Jahr halten - ich habe meinen letzten Schluck Sirup aufgebraucht genau an dem Tag, als die erste Holderblüte aufging. :-)

Neben dem Holderstrauch finde ich schönen Spitzwegerich, jetzt in der neuen Frühlingskraft, gerade recht für einen neuen Zwergli-Hustensirup.

Die Spitzwegerichblätter werden fein geschnitten und abwechselnd mit braunem Zucker dicht in ein Glasgefäss geschichtet - gut zusammendrücken.

Dann kommt eine Folie drauf und etwas zum beschweren - einen Stein oder wie hier ein Gefäss gefüllt mit Steinen und dann übergeben wir das Ganze den Erdzwegen, die den besten Hustensirup für uns daraus machen.

Wir graben ein Loch im Garten, stellen das Glas rein und geben Erde drauf, eventuell noch mit einem Brett abdecken - es sollte nicht luftdicht abgedeckt sein.

Markieren wo das Glas vergraben ist und den Zwergen Bescheid sagen, dass Arbeit wartet und uns schon mal bedanken bei ihnen - an der roten Schleife haben sie besonders Freude. ;-)

Mir kommt für das Vergraben die Zeit beim abnehmenden Mond stimmig vor, da es erst mal in die Erde rein geht.

Nach ca 3 Monaten können wir das Glas wieder ausgraben, am Besten bei Vollmond oder zunehmendem Mond - dann hat sich die Mischung in besten Sirup verwandelt, wir müssen nur noch die vergärten Blätter abseihen, den Sirup kurz aufkochen und in ein saubere Fläschchen / Konfigläschen geben, luftdicht schliessen und dunel aufbewahren - hält sich ziemlich lange. Bei uns dauerte es schon mal 3 Jahre bis wir ihn brauchten.

Er schmeckt fein und Kinder mögen ihn und er wirkt bei bösem Husten 3-5x Täglich einen Teelöffel voll pur oder im Tee.

Maria Treben emfpiehlt diesen Sirup als Blutreinigungskur - täglich vor jeder Mahlzeit ein Esslöffel, Kinder ein Teelöffel.

Nicht nur Holunder und Spitzwegerich eifern um die Wette beim Wachsen und Blühen, sondern die ganze Natur, der ganze Garten, seht selbst:

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